Aktuell

HochHinaus 7.0

Ein Einfraustück mit drei Frauen

Eine Theaterproduktion von DAS.VENTIL mit Kathrin Iten, Azusa Nishimura, Jacqueline Zimmermann


Liebes Publikum

Immer noch erfüllt von den Emotionen der Premiere und den berührenden Rückmeldungen, haben wir am 06. September unsere Herbsttour 2024 gestartet. Nach dem Kellerpoche Freiburg, im Theater am Hechtplatz Zürich, im Chössitheater Lichtensteig und im Dock8 in Bern haben wir im Frühling 2025 in Biel im Biotop (ehemals Rennweg 26) und im Kellertheater Brig die Tour beendet. Schöns wars! 

Die Fotos von den Vorstellungen werden bald raufgeladen!

 

Am 21. Juni 2024 durften wir unser Stück HochHinaus 7.0 bei «Hecht Jetzt - das Try Out-Festival» in den denkmalgeschützten Mauern des Theaters am Hechtplatz erstmals öffentlich ausprobieren. Es war ein magischer Moment für uns. Ariane Russi, Co-Leiterin des Theaters am Hechtplatz in Zürich, sass im Publikum und meinte:"HochHinaus 7.0 hat mich tief berührt – in jedem Moment ist spürbar, wie stark sich die Künstlerinnen mit dem Thema auseinandergesetzt haben und wie viel Reflexion stattgefunden hat. Das Ergebnis überzeugt komplett: Jedes Wort, jede Geste, jeder Ton sind in höchster Präzision gesetzt und bringen die Botschaft auf den Punkt. Dadurch entsteht eine wohltuende Leichtigkeit und ein feiner Humor."

 

 

(Photocredit©Mirelys Aguila Valdes)

 

ZUM STÜCK

Inspiriert von der Realität rund ums Wohnen und dem Zeitgeist, umarmt DAS.VENTIL die Bühne mit diversen künstlerischen Formen. So entsteht ein ureigenes Universum rund um ein altehrwürdiges Hochhaus, das frisch renoviert wurde und von einem nigelnagelneuen Quartier eingezäunt wird.

Was heisst eigentlich, zu Hause sein?

Die Geschichte wird von den Bewohnenden, einem 

Potpourri aus einzigartigen Charakteren erzählt, die unter dem Zugzwang der optimierten Wohnungsstrategien mit ihrer eigenen Ungewissheit konfrontiert werden.

 

Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um glücklich zu leben?

Zwischen der idealen, perfekten, erstrebenswerten Welt von morgen und deren Schattenseiten wird das Ensemble durch die Perspektiven der fiktiven Figuren einen offenherzigen Dialog mit dem Publikum teilen und so zur Spiegelung der eigenen Realitäten anregen.

 

Erzählt wird das Theaterstück HochHinaus 7.0 von der Kunstfigur aus dem Einfraustück La Copine vom Ferdinand, die seit 2015 auf der Bühne steht. Copine nimmt das Publikum mit in ihr altehrwürdiges Hochhaus, das sie schon seit sie denken kann, hegt und pflegt. Während sie putzt und jätet, liebt sie es, die Geschichten ihrer Mitmenschen im Quartier zu verfolgen. So teilt Copine mit dem Publikum alte Anekdoten und ihre Erfahrungen mit der Modernisierung und den neuen Regeln, die in ihr einst vertrautes Wohnquartier Einzug halten. Durch ihren Feldstecher verfolgt sie den Bauprozess im Detail und versucht, dem Wandel positive Seiten abzugewinnen, selbst als neben ihrem geliebten Friedhof plötzlich ein moderner «Smart Mart» entsteht, mit allem, was ein attraktives Stadtviertel heute zu bieten hat. Ihr beharrlicher Optimismus in einer Welt der Optimierung und Rationalisierung berührt und hinterlässt beim Publikum einen kleinen Hoffnungsschimmer im düsteren Thema.

 

Das Stück bietet eine tiefgründige und bewegende Reflexion über die Herausforderungen des städtischen Wohnungsmarktes, erzählt durch die Augen fiktiver Figuren. Nebst der Hauptfigur Copine, begegnen wir unter anderem der Leadership-Spezialistin Frederikke, die sich im Hochhaus hocharbeitet, Maria, die auf die Rückkehr ihrer grossen Liebe wartet, und Ursina, einer Influencerin, die mit ihren Videos die Welt verbessern möchte. Sie alle stehen unter dem Druck der Modernisierung durch Frau Brönnimann von HochHinaus 7.0, die das Hochhaus in die Zukunft führt und dabei die Mieten erhöht sowie innovative Wohnabonnements einführt. Copine, die so vom 17. in den noch bezahlbaren 5. Stock ziehen muss und gezwungenermassen eine Premiumabonnentin wird, versucht trotz aller Widrigkeiten, sie selbst zu bleiben und stösst dabei an die Grenzen ihrer Logik. Schafft sie es oder wird auch sie plötzlich zur Realistin und begräbt ihre Träume auf dem Friedhof nebenan, auf welchem bereits einige Nachbarinnen ihre Ruhe gefunden haben?

 


 

Theaterproduktion von DAS.VENTIL
mit Kathrin Iten, Azusa Nishimura, Jacqueline Zimmermann
Regie/Konzept/Bühne/Kostüme/Spiel - Ensemble
Lichtkonzept/Ton - Luz González
Technik - David Schwander
Grafik - Milica Slacanin Perrez
Fotos - Professor Woland, Mirelys Aguila Valdes
Kommunikation - Carole Walther Büel
Produktionsassistenz - Annina Manser


Herzlichen Dank an...

 

Nadja Seibold, Raphael Fabian Ruch, Colette Stämpfli, Reto Kropf, Magrit Bachmann

 

 

mit der freundlichen Unterstützung von

 

Ernst Göhner Stiftung, Burgergemeinde Bern, Kultur Kanton Bern, Katholische Kirche Bern, Migros Kulturprozent, Schweizerische Interpretenstiftung, Eva M.Rufer Stiftung, Bastelzentrum Bern.

Kunst-und Kulturhaus VISAVIS BERN, Theatermühle Aridsorf, Kellerpoche Fribourg, Theater am Hechtplatz Zürich, Chössi Theater Lichtensteig, Dock8 Bern, Tryoutfestival Hecht Jetzt


 

 

(erstes Try Out im Chössitheater Toggenburg, Photocredit©Professor Woland)

 

 

EINIGE STIMMEN ZUM STÜCK

 «Ich war an der Premiere des neuen Stücks und bin begeistert von dessen Leichtigkeit, Kreativität und Hintetgründigkeit! Danke euch mutigen Bühnenschwimmerinnen, Soundmachines und Graziellen! Absolut empfehlenswert, wenn Sie in eure Gegend kommen... Viel Vergnügen!»

Thomas Michel, Leiter Soziales Stadt Biel auf LinkedIn

 

«Hoch Hinaus 7.0 schaut - mal mit Augenzwinkern, mal mit Ernst - auf ein sehr aktuelles Thema: Das Wohnen. Die Figuren sind aus dem Leben gegriffen und berühren - nicht zuletzt, weil sie sich auf der Bühne auch von einer verletzlichen Seite zeigen. Das Ventil hat mit dem Abend eine einzigartige Welt zwischen Text, Musik und Tanz geschaffen, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregt. Schön, wart ihr bei uns!»

Christina Teuber, Co-Leiterin Theater am Hechtplatz

 

«Das Stück zeigt eine kritische Auseinandersetzung mit der Digitalisierung. Es ist humorvoll, unterhaltsam und zeigt künstlerisch auf, was für wen "zu Hause" bedeutet. Das Stück trifft genau den Nerv der Zeit mit all den Wohnungs-, Abrisssanierungen und der Gentrifizierung. "Sehr empfehlenswert!" «

Maurine Spruit, Sportlehrerin

 

 

«Ein sehr vielfältiges, beeindruckendes Stück welches einen deutlichen Spiegel unserer Zeit und deren diverse Lebensgestaltungen und Herausforderungen aufzeigt. Themen von Nachhaltigkeit, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und soziale Ungleichheit werden humorvoll, künstlerisch und dem alltäglichen Leben nah dargestellt. Viele Gleichzeitigkeiten werden gezeigt und die Zuschauer:innen werden zur Selbstreflexion angeregt, da sich jede* mit den gezeigten Persönlichkeiten und oder deren Verhalten auf eine Art und Weise Identifizieren kann. "Die Räume tun doch nichts, warum bezahlen wir denn für sie? " Ist mein Lieblingszitat aus dem Stück, weil es auf eine naive Art und Weise Selbstverständlichkeiten hinterfragt. Ich empfehle das Stück von Herzen weiter.» 

Lena Bösch, Studentin Soziale Arbeit